Die Frammersbacher Anlage hat Generationen das Kegeln ermöglicht - Im Bild, die Jugend 1990/91 (Stefanie Amberg, Markus Rill und Trainer Walter Kissner) und 2021/22 (Maja Wolf, Max Steigerwald und Trainer Philipp Kirsch)
Die Frammersbacher Anlage hat Generationen das Kegeln ermöglicht - Im Bild, die Jugend 1990/91 (Stefanie Amberg, Markus Rill und Trainer Walter Kissner) und 2021/22 (Maja Wolf, Max Steigerwald und Trainer Philipp Kirsch)

Ein gutes Zeichen für die Zukunft - KSC Frammersbach startet die Modernisierung der Kegelbahnanlage

 

Hauptversammlung 2021 beschließt Projekt einstimmig

 

Samstag, 26.03.2022 - 18:58 Uhr, Martin Vorbeck läuft an, spielt die Kugel ab und er trifft im letzten Wurf genau einen Kegel. Es ist das Spiel KSC Frammersbach 5 - KC Rothenbergen 4 in der B-Liga Mix und es ist ein ganz besonderes. Es sollte die letzte „Pflichtspiel-Kugel“ auf der aktuellen Kegelbahnanlage des KSC Frammersbach sein, denn zur kommenden Saison wird die Anlage modernisiert.

 

Neue Kugellauffläche für Frammersbacher Ziele erforderlich

 

Die aktuelle Technik ist seit 2006 eingebaut, die Kugellauffläche gar seit Erbau des Keglerheims 1990, doch in dieser Zeit hat sich viel verändert im Kegelsport. Zum einen das „120 Wurf Punktesystem“ zum anderen die Regularien in den DKBC Bundesligen. Mit der neuen Wettkampfanzeige, die durch das erfolgreiche Crowdfunding-Projekt mit der Raiffeisenbank Main-Spessart finanziert werden kann, lässt sich das neue Spielsystem optisch ansprechender darstellen. Das Projekt wurde Anfang Januar gestartet und das vorgegebene Finanzierungsziel nach kurzer Zeit erreicht. Nun ist es nach 90 Tagen Finanzierungsphase ausgelaufen und der KSC hat einen guten Grundstock für die anfallenden Kosten gesammelt.

Neben einer modernen Wettkampfanzeige, wird ebenfalls eine neue Kugellauffläche (im Bild dunkelgrün) eingebaut. Da der Dachverband in seinen Regularien einheitliche Laufflächen vorschreibt und der KSC in naher Zukunft den Aufstieg in die 2. Bundesliga anstrebt, ist der Umbau eine erforderliche Maßnahme.

 

Erinnerungen werden bleiben

 

Ein wenig Wehmut kommt auf, wenn man nun auf die vergangenen 31 Spielzeiten zurückschaut. Ein Vorbereitungsspiel gegen die Nationalmannschaft, zahlreiche Aufstiege aller Mannschaften, allen voran die Aufstiege 95/96 (Herren) und 06/07 (Damen) in die 2. Bundesliga und großartige Mannschafts- und Einzelleistungen. Eine, die von Anfang an dabei war, ist die ehemalige Vorsitzende Stefanie Amberg. „Freitags war das erste Jugendspiel und erst in der Nacht zuvor wurde der Gastraum verfugt. Wir durften nur über Bohlen laufen und Biertische dienten provisorisch als Gastraum-Tische“, sagt die Frammersbacherin, die heute als Trainerin der Damenmannschaft immer noch voll dabei ist. Auch sie erinnert sich gerne an die Spiele der ersten Herrenmannschaft vor vollem Haus zurück. „Da hat die Hütte gebrannt! Und nach dem Spiel, da wurde richtig gefeiert.“ Persönlich freut Amberg sich auf die Herausforderung auf der neuen Anlage: „Ich bin überzeugt, dass ich mit den Mädels unsere Ziele verwirklichen kann. Wir sind ein tolles Team!“

 

„Auch ein Angebot für Hobbykegler schaffen“

 

Bevor die Bahnen erneuert werden, dürfen die Hobbykegler sich nochmal austoben. Am 30.04. soll die 5. Auflage des Frammersbacher Ortspokals stattfinden. Hier werden dann tatsächlich die letzten Kugeln über die grünen Bahnen rollen. Die neue Bahn, mit moderner Anzeige soll ab Herbst auch ein regelmäßiges Angebot für die Freizeitkegler schaffen. „Wir wollen das Gesellige wieder ins Keglerheim bringen. Aus diesem Grund planen wir ab Herbst, die Kegelbahn regelmäßig einmal im Monat den Freizeitkeglern anzubieten“, so die Vorsitzende Monika Voglsanger. Im Anschluss an das „Jubiläums-Köhlerfest“ an Pfingsten rückt die Firma Waldhauer zum Umbau an. Danach dürfen die Aktiven zeigen, wie schnell die Eingewöhnung funktioniert, bevor im September die neue Spielrunde wieder startet.