Rückblick Saison 2019/20
Ausgeglichenes Teilnehmerfeld und viele Favoriten um den Meistertitel

Die abgelaufene Saison 2019/20 wird in die Kegelgeschichtsbücher eingehen, da man diese aufgrund der Coronakrise zu Recht aufgrund der im Vordergrund stehenden Gesundheit aller Menschen nicht zu Ende spielen konnte. Wie die Saison in den einzelnen Ligen letztlich final gewertet wird, entscheidet sich in der Bundesligakonferenz Ende Juni. Unabhängig einer endgültigen Entscheidung gibt es an dieser Stelle den Saisonrückblick des KSC Frammersbach.

Zu Beginn der Runde gab es laut des Presseberichtes aus der DCU-Vorschau in der 2.ten Liga-Mitte eine Vielzahl von potenziellen Titelaspiranten. Hierzu zählte sich auch der KSC Frammersbach die sich nominell mit Markus Rill und Florian Frenzl verstärken konnten und sich entsprechende Ambitionen ausrechneten. Nach guten Ergebnissen in den Testspielen konnte die Saison gegen den letztjährigen Tabellendritten aus Grünstadt beginnen. Bereits an Spieltag ein konnte der KSC Frammersbach erstmals ein ordentliches Zeichen setzen und neuen Heimrekord mit 6005 Kegel erzielen. Den gelungenen Saisonstart rundete der Auswärtserfolg bei der SG25 Viernheim/Hemsbach ab. Einen wahren Krimi an der Orber Straße erlebten die Zuschauer an Spieltag drei als man den Vizemeister des Vorjahres TuS Gerolsheim mit durchschnittlicher Leistung und denkbar knapp (plus 10) bezwingen konnte.

Der vierte Spieltag führt zum Bundesligaabsteiger aus Monsheim. Auch hier ließen die Main-Spessarter nichts anbrennen und spielten das beste Resultat einer Gastmannschaft in der gesamten Saison. An Spieltag fünf konnte Frammersbach mit geschlossener Leistung den zu Beginn der Saison neu aufgestellten Heimrekord von 6005 Kegel deutlich auf 6066 Kegel steigern und stand somit bei 10:0 Punkten punktgleich mit Vorwärts Hemsbach auf Platz 1 in der Tabelle.

An Spieltag sechs kam es dann um Aufeinandertreffen der beiden ungeschlagenen Mannschaften und das Spiel sollte allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben. Der zahlreiche gefüllte Zuschauerraum tat sein übriges im Spitzenspiel. Die Hausherren aus Hemsbach konnten einen neuen Vereinsrekord mit 6040 Kegel und mit Manuel Mahlers überragenden 1114 Kegel eine persönliche Bestleistung stellen. Die Main-Spessarter toppten das ganze Spektakel nochmals und erzielten mit 6068 Kegel einen neuen Mannschaftsbahnrekord und mit Markus Rills unfassbaren 1139 Kegel einen neuen Einzelbahnrekord und entführten zwei Big-Points um Kampf um die Meisterschaft. Der mehr als verdiente Lohn war somit die alleinige Tabellenspitze.

  An Spieltag sieben konnte man mit einer soliden Leistung den nächsten Erfolg über den Aufstiegs-Relegationsteilnehmer aus Bad-Soden Salmünster erringen und die Tabelle weiterhin ungeschlagen anführen. Mit dem schlechtesten Heimspiel der Saison hatte man das Glück des Tabellenführers das man die Partie gegen das Kellerkind aus Kelsterbach erfolgreich gestalten konnte. Über die meiste Zeit der Partie lag der KSC im Rückstand und konnte diesen nur durch einen Kraftakt und entsprechendes Spielglück noch in einen Sieg ummünzen. Im letzten Vorrundenspiel ging es auf unbekanntem Terrain gegen einen weiteren Bundesligaabsteiger der SG Lampertheim. Mit einem kompakten Auftritt und einem zuverlässig starken Markus Rill konnte man auch die Punkte bei den Spargelstädter entführen und die Vorrunde als ungeschlagener Tabellenführer abschließen. Das Zwischenziel in Richtung Beletage des Kegelsports war somit erreicht. 

An Spieltag zehn setzte es dann verdientermaßen die erste Saisonniederlage als man mit durchschnittlicher Leistung der auf heimischer Anlage in der laufenden Runde als einzige Mannschaft ungeschlagen KV Grünstadt um Topspieler Rainer Perner unterlag. Eine durchaus einkalkulierte Niederlage, da man in Grünstadt bisher noch nicht erfolgreich sein konnte. Im darauffolgenden Heimspiel setzte es jedoch eine unnötige Niederlage gegen die Mannschaft der SG25 Viernheim/Hemsbach. Die Mannschaft um Ralf Kraus kam als Mannschaft der Stunde und einer Siegesserie an die Orber Straße, welche auch von Frammersbach nicht durchbrochen werden konnte. Das Punktepolster schmolz auf nur noch zwei Punkte zusammen und der spielerische Trend der Main-Spessarter ging etwas nach unten. Im ersten Auswärtsspiel des neuen Jahres 2020 stand das schwere Gastspiel bei der kriselnden TuS Gerolsheim auf dem Spielplan. Zum Glück fand der KSC gerade zur richtigen Zeit zurück zu alter Stärke und fuhr mit einem erneuten Ergebnis von über 6000 Kegel einen tatsächlich weitestgehend souveränen Auswärtserfolg ein und konnte somit seine Spitzenposition behaupten. Mit weiteren ungefährdeten Erfolgen über den SKC Monsheim auf heimischer Anlage sowie Auswärts bei den Jungs des TV Dreieichenhain lag der KSC auch aufgrund einiger Strauchler der Konkurrenz inzwischen mit komfortablen 4 Punkten Luft auf Rang eins.

 Das Rückspiel gegen Vorwärts Hemsbach entwickelte sich entgegen dem Hinspiel aus der Vorrunde zu einer einseitigen Partie zu Gunsten des KSC Frammersbach, da die Gäste nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Der drittletzte Spieltag führte zur eigentlich uneinnehmbaren Heimbastion der SKG Bad Soden-Salmünster. Auf der dortigen Anlage konnte seit inzwischen siebzehn Saisonspielen keine Mannschaft die Punkte aus dem Romstal entführen. Allerdings hat man am heutigen Tage eine Frammersbacher Mannschaft aufzubieten, die Ihr Meisterstück vollbringen sollten. Mit einer hervorragenden Einstellung und überragender Leistung konnte man mit neuem Vereinsrekord als erste Mannschaft seit erwähnten siebzehn Spielen die Hausherren bezwingen und die Punkte mit in den Spessart nehmen.

Bei nur noch zwei zu absolvierenden Partien (in Kelsterbach und zuhause gegen Lampertheim) und komfortablen 4 Zähler Vorsprung auf Rang zwei konnte man optimistisch den Sekt im Lager der schwarz/roten kalt stellen. Diese Duelle konnten jedoch ZURECHT aufgrund der Corona-Krise nicht durchgeführt werden, da die Gesundheit aller an erster Stelle steht und die DCU die Liga folgerichtig abgebrochen hat. Allerdings war bzw. ist es unverständlich, dass die Saison seitens der DCU annulliert werden sollte und es keine Wertung gibt. Hiergegen haben eine Vielzahl der Clubs (Federführend der SK Walldorf) Einspruch eingelegt und teils Erfolge erzielen können. Im Rahmen der DCU-Konferenz Ende Juni wird nun neu über die abgelaufene Saison beratschlagt.

Es ist hier zwar nur Spekulativ, aber der KSC Frammersbach hätte sich den Titel höchstwahrscheinlich nicht mehr nehmen lassen. Mit dem besten Gesamtschnitt der Liga 5887 Kegel, den Spielern Rill (Gesamtschnitt 1039 Kegel - Platz 1), Imhof 1014 Kegel - Platz 3 und Appel 1001 Kegel - Platz 6) stellt man auch die meisten Akteure in den Top10 der Liga und wäre zu Recht als Meister erneut in die erste Liga aufgestiegen.

Gabriel Peter wird in der kommenden Saison wieder das Trikot des KSC tragen
Gabriel Peter wird in der kommenden Saison wieder das Trikot des KSC tragen

Unabhängig einer finalen Entscheidung Ende Juni plant der KSC Frammersbach bereits die neue Runde und konnte zwischenzeitlich auf dem Spielermarkt fündig werden und mit Gabriel Peter (vom Ligakonkurrenten TV Haibach), welcher bereits vor einigen Jahren das Trikot der Main-Spessarter trug den Kader weiter verstärken um in der neuen Saison entsprechende eine gute Rolle zu spielen!

Abschließend gilt nochmals ein besonderer Dank für die treuen Fans, die Sponsoren sowie den fleißigen Helfern insbesondere das Küchenteam, welches nach den Heimspielen seine Gäste zumeist besonders verwöhnt. Dies ist bei weitem nicht selbstverständlich und ohne diese Personen wäre dies alles nicht möglich.

Bis zur neuen Runde
R.Appel

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